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DEUTSCHES TOR

 

 

DIE GÖTTLICHE GESCHICHTE JESU CHRISTI

FÜNFTES BUCH

LEHRE VOM HEILIGEN GEIST

 

EPHESER:

EINE REISE IN DAS HERZ DES HEILIGEN GEISTES

 

 

Gott wollte seine Schöpfung nicht in den Fängen des Todes zurücklassen. Im Gegenteil: Während er das Leid ertrug, seine Schöpfung den Feuern der Hölle des Krieges ausgesetzt zu sehen, und sein Herz angesichts des Anblicks der Tragödie der Menschheit erschüttert war, zögerte Gott nicht, uns seinen allmächtigen Sohn als Helden und Verfechter unserer Sache zu geben, den, in dem sein Herz sein Leben und sein Glück hat.

Unter der Qual, seine Schöpfung unter den Rädern der Hölle zu sehen, konnte Gottvater auf keinen Fall zulassen, dass der Kampf auf Leben und Tod zwischen dem Sohn des Menschen und dem Sohn der Hölle einen anderen Sieger hätte als Jesus Christus, den Sohn seines Herzens, durch den sein ganzes Wesen lebt und in dem Gott in Wahrheit lebt. Dieser Jesus Christus ist der Sohn, in dem Gott die Freude wiederfand, die er auf den Feldern der Unendlichkeit und der Ewigkeit verloren hatte. Durch diesen Jesus Christus wurden wir gerettet und zum ewigen Leben berufen. Durch diesen selben Jesus Christus sind wir nicht länger Sklaven des Fleisches in der Furcht vor dem Tod. Selbst im Fleisch sind wir ewig durch den Geist des Siegers, den Gott uns erweckt hat, um dem Fürsten der Finsternis den Kopf zu zertreten. In seiner Auferstehung sind wir alle auferstanden, die wir ihn lieben. Denn wer den Sohn Gottes liebt, stirbt nicht, sondern lebt in Ewigkeit. Sein Sieg über den Tod ist unser Sieg.  Wie könnten wir da den Fabeln der Weisen erliegen und den Sklaven des Todes, die uns das verweigern wollen, was unser Geist mit den Augen Jesu Christi sieht: das Tor zum ewigen Leben! Dieses Tor ist Jesus Christus selbst. Wer ihn liebt, durchschreitet es frei, schließt die Augen vor dieser Welt und öffnet sie für das ewige Leben. Er ist das Wort, und das Wort ist Gott. Nicht an sein Wort zu glauben, bedeutet, Gott zu leugnen. Als Satan die göttliche Wahrhaftigkeit des Sohnes Gottes in Zweifel zog, leugnete er die göttliche Wahrhaftigkeit seines Vaters: des Schöpfers des Universums, des Kosmos und der Finsternis, die die Schöpfung umgibt.

Der heilige Paulus lebte, ebenso wie seine Brüder im Geist Christi, obwohl im Fleisch, das ewige Leben nach dem Bild und Gleichnis des menschgewordenen Sohnes Gottes: Durch den Geist waren sie „Götter“, und als solche waren sie sich vollkommen bewusst, dass das Wort Gottes: Sie verstanden, dass Gott für sie schrieb: „Ihr seid Götter, aber ihr werdet sterben wie jeder der Fürsten“.

Im Bewusstsein ihres Endes, das Jesus Christus ihnen an seiner eigenen Person gezeigt hatte, frei von der Furcht vor dem Tod und mit dem Wunsch, das Tor der Auferstehung zu durchschreiten, zögerte keiner von ihnen, das zu tun, was sie als Kinder Gottes tun mussten. Dank ihnen hatte die Menschheit eine Zukunft.

Doch nicht nur die Menschheit geriet infolge des Verrats seitens jener aus dem Hause der Kinder Gottes, die sich mit Satan verbündet hatten, unter die Räder des Todes; sie hatten sich verschworen, den Herrn des Kosmos zu zwingen, die Verwandlung ihres Reiches in einen Olymp der Götter jenseits von Gut und Böse zu segnen. Berufen, an der Erschaffung des Menschen nach dem Ebenbild und Gleichnis der Söhne Gottes mitzuwirken, verschworen sich diese „rebellischen Söhne“, die „nicht aus dieser Schöpfung“ stammten, sich vom dem Schöpfer aller gebührenden Gehorsam abzuwenden und seinem Heiligen Geist den Krieg zu erklären, indem sie den Tod des Menschen herbeiführten.

Angesichts dieses Verrats erkannte Gott, dass seine Schöpfung lautstark nach einer universellen Revolution verlangte, die die Gefährdung seines Reiches durch den Tod ein für alle Mal beenden sollte.

 Das Dilemma war tiefgreifend. Jedes Mal, wenn Gott seine Schöpfung allein ließ, erklärten seine rebellischen Kinder einander den Krieg. Gott konnte sein Haus nicht allein lassen, noch konnte Gott zum Sklaven seiner Schöpfung werden. So beschloss er in seiner Liebe zum Leben in seiner Weisheit, seinem Heiligen Geist einen Körper zu geben, damit, indem er Fleisch wurde, seine ganze Schöpfung mit offenem Herzen sagen könne: „Gott ist mit uns“.

Das ist das Geheimnis Christi. Umso schöner und gesegneter für alle Menschen, da der Heilige Geist Mensch wurde und Christus Jesus zum Haupt der Apostel wurde; so erhob Gott das Haus der Brüder seines Sohnes auf seinen göttlichen Thron, die, da sie in Ihm ein Wesen sind, sein Reich in der Fülle derer regieren, die in allem an der Unvergänglichkeit und der Vollkommenheit der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung und der Schöpfung zu ihrem Schöpfer teilhaben.

Dies ist das Geheimnis der allgemeinen Erlösung. Der Heilige Geist wurde Mensch, und ohne seinen Ursprung zu verlieren, wurde er in den Stand der Göttlichkeit des Herrn Jesus erhoben, in dem er lebt und von dem er alle Herrlichkeit und Macht sowie alle Gerechtigkeit und Weisheit empfängt. Es ist Gott in Christus, der schreibt, der spricht, der sich bewegt, der lebt. Deshalb spricht man von „dem heiligen Paulus“, „dem heiligen Petrus“, „dem heiligen Johannes“, „dem heiligen Matthäus“, „dem heiligen Philippus“ … Denn der Leib hat Anteil an der Natur seines Hauptes, und wenn das Haupt heilig ist, wie sollte dann sein Leib es nicht sein!

Ehre sei jedem, der Gott im Geheimnis der Menschwerdung liebt; aber ein unüberwindbarer Abgrund für jeden, der in das Geheimnis des menschgewordenen Gottes eindringen will, indem er sich auf die Kräfte „der bloßen menschlichen Vernunft“ verlässt und damit die Notwendigkeit Christi leugnet, das heißt der Kirche, die Jesus auf Erden zur Anbetung Gottes gegründet hat.

Niemand kann Gott verstehen, wenn Gott ihm nicht die Tür zu seinem Wesen öffnet. Die menschliche Vernunft ist ein tierischer Instinkt, und das Tierische kann den Geist Gottes nicht begreifen, wie man es im Tierreich sieht. Den Anspruch zu erheben, das Wort Gottes allein mit der „Vernunft“ zu verstehen, bedeutet, sich selbst als Tier zu erklären und den Geist zu leugnen.

Diese Wahrheit ist ewig. Doch viele, die dem Weg Satans folgten, entschieden sich dafür, ihren eigenen Weg zu gehen, und zogen den Verrat dessen vor, der die Liebe des Schöpfers zu seiner Schöpfung nutzen will, um Gott zu zwingen, vor seinen Knechten die Knie zu beugen. Unendlicher Wahnsinn ist dies: zu wollen, dass der Schöpfer den Willen seiner Kinder tut, anstatt dass diese den Willen Gottes tun.

Die Apostel, eins mit dem Heiligen Geist, in dem sie leben und in dem sie ihre Existenz haben, hatten in vollkommener und voller Weise Anteil an der Weisheit Gottes. Christus Jesus und seine Brüder in Gott sind ein einziges Wesen, eine einzige Wirklichkeit, ein und derselbe Gott: „Der Heilige Geist, Gott mit uns“. Dies ist die Schöpfung Gottes, die sich mit dem Eintreten der Fülle der Zeiten vollendet hat. Der Heilige Geist Gottes, der im Vater und im Sohn lebt und in diesem Geist Vater und Sohn leben, wurde Mensch, wurde Mensch, und lebt in der Schöpfung, damit sich die Schöpfung niemals „verlassen“ fühlt!

Der Schöpfer hat der Liebe Gottes zum Leben einen Leib gegeben!

Es konnte nicht anders sein. Gott lehnte die Vorstellung eines Reiches ab, das von einem Königshaus regiert wird, dessen Mitglieder alle jenseits von Gut und Böse stehen, für die das Gesetz eine Laune und der Krieg ein Spiel der Götter ist. Gott konnte und wollte eine solche bösartige Verwandlung seiner Schöpfung in eine von Dämonen beherrschte Hölle nicht zulassen.

Gegen diese bösartige Vision schuf Gott in seiner Schöpfung ein Haus, das Haus Jesu Christi, in dem alle in ein und demselben Geist – dem Heiligen Geist Gottes – mit ihm vereint sind und alle Kinder Gottes, sowohl im Himmel als auch auf Erden, von ihm die Herrlichkeit und die Majestät dessen empfangen, der das Universum regiert.

Doch der heilige Paulus und der heilige Petrus und ihre Brüder im Heiligen Geist waren auf der Erde. Sie wussten, wie ihr Abschied von dieser Welt aussehen würde. Gott war in ihnen, und sie hatten uneingeschränkten Anteil an Seiner Weisheit. Es ist nicht die Macht, die sie groß gemacht hat und groß macht; was sie vor Gott einzigartig macht, ist die Liebe zu Seinem Sohn. Eine Liebe, die sich als unbesiegbar erwies, und selbst als sie ihren Austritt aus dieser Welt durch das Tor der Auferstehung sahen: Wie Säulen, die auf Fels ruhen, blieben sie standhaft.

Sie waren Hirten der Menschen mit einer Mission: die Herden des Herrn zum Schlachthof zu führen. „Es gibt den Tod. Es gibt die Auferstehung.“ Man darf keine Angst haben. Man darf nicht zittern. Der göttliche Hirte ist vom Himmel herabgestiegen, damit alle auf Erden standhaft bleiben. Es ist Gott, der die Tür öffnet. „Gott ist die Tür“. Wäre es ein Mensch gewesen – welch ein Schrecken! –, doch es ist der Sohn Gottes, der als Erster diese Tür durchschritt, um die Angst, die Verwirrung und den Zweifel verschwinden zu lassen. Mehr noch: Die Tür der Auferstehung ist Jesus selbst.

Die Mission der Erbauer der Universellen Apostolischen Kirche war und ist die Arbeit derer, die – mag der Sturm auch toben, die Erde beben und die Sonne unerbittlich brennen – weiterarbeiten müssen, ohne den Elementen Beachtung zu schenken.

Der Sieger erträgt die Last der Elemente, doch er versteckt sich nicht vor ihnen und gibt seine Arbeit nicht auf. Schmal und lang ist der Weg, der zum Leben führt, doch Gott ist es, der führt, also vorwärts: Wenn du fällst, stehst du wieder auf; wenn es wehtut, beruhigst du dich; wenn du blutest, ruhst du dich aus. Der Sieg gehört dir, Gott ist der Herr der Zeit. Gott ist seinem Wort treu. Sein Wort ist Gott.

So spricht der heilige Paulus.

 

1

„Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, an die Heiligen und Gläubigen in Jesus Christus in Ephesus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“

 

Niemand kommt also von Gott, wenn nicht durch Jesus Christus; denn Gott ruft alle dazu auf, sich seinem Sohn zu unterwerfen, und wer sich seinem Sohn nicht unterwirft, sondern zu Gott gelangen will, indem er Jesus Christus beiseite lässt, der begeht ein schreckliches Vergehen. Die gesamte Schöpfung hat ihren Ursprung in der Liebe des Vaters zum Sohn, und wer diese Liebe beseitigen und in direkte Verbindung mit dem Vater treten will, als wäre der Sohn ein luxuriöses Accessoire, eine Laune Gottes, der begeht eine ungeheure Sünde.

Denn Gott schaut auf niemanden außer auf das Herz seines Sohnes. So existiert niemand außerhalb seines Sohnes, und niemand empfängt etwas, wenn nicht durch seinen Sohn, damit in allem sein Sohn angebetet werde, wie Gott angebetet wird.

Und wer Jesus Christus nicht so verehrt, wie JAHWEH GOTT, sein Vater, verehrt wird, erklärt sich zum Feind Gottes.

Dagegen erklärt sich Gott in der Liebe und aus Liebe zu seinem Sohn zum Vater aller, die ihn lieben. Und außerhalb dieser Liebe empfängt niemand das Glück, Sohn Gottes genannt zu werden.

Hier spricht zu den Jahrhunderten einer, der inmitten seiner Brüder die Ehre hatte und hat, Sohn Gottes zu sein, in allem gleich Christus Jesus, dem Mensch gewordenen Heiligen Geist, mit dem er eine einzige Wirklichkeit, ein einziges Wesen ist, zur Freude der ganzen Schöpfung: der heilige Paulus, wie seine Brüder in Jesus Christus, aus dem Himmel und von der Erde, Sieger über die Sünde, Unvergänglicher und Allmächtiger vor dem Tod, durch den Willen Gottes und aus Liebe zu seinem Sohn.

Dies ist die neue lebendige Schöpfung Gottes: ein unzerstörbares Haus, gegründet auf die Heiligkeit seiner Glieder, in dem alle Völker der Schöpfung die Garantie für Frieden und Heil finden und besitzen, die dem zusteht, der Gott zum König hat.

Die Jahrhunderte sind vergangen. Doch das Werk bleibt bestehen. Also:   

2

„Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns in Christus mit jedem geistlichen Segen im Himmel gesegnet hat.“

 

Es zeigt sich, dass der heilige Paulus nicht von der Macht nach der Welt spricht, sondern von der Macht nach dem Geist.

Die Macht nach der Welt kennen wir bereits; sie hat ihre Wurzeln in der Erkenntnis von Gut und Böse, in dem Wunsch Satans, sich unter Berufung auf den Segen Gottes über das Gesetz zu erheben, um seinen souveränen Willen durchzusetzen und als Sohn Gottes sein Reich nach den Wünschen und Launen derer zu regieren, die sich gegen den Willen Gottes als Götter erheben.

Gott segnet Seinen Diener nicht mit weltlicher Macht und grenzenloser Macht, um das Gesetz Gottes mit Füßen zu treten und ein eigenes Gesetz durchzusetzen. Keineswegs. Gott segnet mit den Segnungen Seines Geistes, um Sein Reich gemäß dem Gesetz der Liebe zum Leben zu regieren. Während die weltliche Macht unreine Götter erhebt, die den Tod aller Wesen in ihren Händen halten, verwaltet die Kraft, die vom Geist kommt, das Reich gemäß der ewigen Wahrheit, der Mutter der Gerechtigkeit und des Friedens, ohne die es keine Freiheit geben kann.

Die Heiligkeit hat in der Liebe Gottes zum Leben und in der Liebe der Schöpfung zu ihrem Schöpfer ihre Kraft, ihr Prinzip, ihren Sinn, ihre Existenz. Auf diese fleischgewordene Liebe lässt Gott seinen Segen herabregnen, damit seine Kinder sein Reich verwalten und das Licht sind, das sein Paradies während der Tage der Ewigkeit erleuchtet.

Und auf dieser Heiligkeit empfängt Christus die Kraft Jesu, die in seinem Wort liegt, wie wir im Evangelium lesen, wo wir sehen, dass es ihm genügt, den Mund zu öffnen, damit sein Wille geschehe.

Das sehen wir am Anfang, als Gott sprach: „Es werde Licht“, und das Licht wurde. Aus diesem Grund schreibt der Heilige Geist im Johannesevangelium: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Denn wenn der Mensch am Anfang nach dem Bild und Gleichnis der Kinder Gottes geschaffen wurde, wie wir lesen: „Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und Gleichnis schaffen“, so vollendet Gott diese Schöpfung schafft er eine neue Schöpfung, sodass der neue Mensch nach dem Bild und Gleichnis des Heiligen Geistes geschaffen ist, der, als Mensch geworden, seine Herrlichkeit in Christus offenbart und seine Brüder daran teilhaben lässt, sodass sie selbst zum Leib des fleischgewordenen Wortes, „Gott mit uns“. Der für immer unter uns bleiben wird, ohne dessen sichtbare Gegenwart die Schöpfung in Chaos versinkt, wie wir im Buch Genesis lesen, als Gott sagt: „Die Erde war formlos und leer …“ Aus diesem Grund schreibt der Geist durch Paulus:

3

„denn in ihm hat er uns vor der Grundlegung der Welt erwählt, damit wir heilig und untadelig vor ihm in der Liebe seien“.

In der Tat hat Gott euch nicht außerhalb seines Sohnes erwählt. Gott schuf keinen neuen Menschen, indem er das Vorbild in einem anderen Sohn seines Hauses auswählte, sondern er erhob als Vorbild, nach dessen Bild und Gleichnis er diesen neuen Menschen schuf, seinen eigenen Sohn, den Sohn seines ungeschaffenen Schoßes, allmächtig wie er selbst und wie sein eigener Vater, bewegt von unendlicher Liebe zu seiner Schöpfung. Diese Liebe wird Fleisch, und Gott kleidet sie in die Herrlichkeit seines Eingeborenen, in die Kraft Christi, vor dessen Wort die Elemente die Knie beugen. Wie könnte man diese Kraft außerhalb des Geistes Christi leben! Wie könnte man sie erlangen, wenn nicht durch den Willen Gottes!

Deshalb sagt dieser Sohn Gottes:

4

„Und er hat uns vorherbestimmt zur Annahme als seine Kinder durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens“

 

Eine Vorherbestimmung, die der Anwalt des Teufels vergiftete, um den Begriff „seit der Erschaffung der Welt … nach dem Sündenfall“, auf den sich der Diener Gottes bezieht, mit „der Erschaffung der Welt … vor dem Sündenfall“ zu verwechseln, den der Diener des Teufels, der Reformator, in sein antichristliches Manifest über die Kircheninstitutionen. Indem er das Wort Gottes ablehnte, das in den Propheten seinen Willen zur Schaffung einer neuen Schöpfung offenbarte, lehnten der Anwalt des Teufels und seine Meute von Mördern – Calvinisten, Hugenotten und Puritaner und Presbyterianer die Prophezeiung und beschuldigten Gott, den Sündenfall schon seit Beginn der Schöpfung des Universums im Sinn gehabt zu haben. Das Gericht Gottes über eure Lehre ist das Feuer. Wenn ihr überlebt, werdet ihr leben, wenn nicht, werdet ihr vom Feuer verzehrt werden.

Gott ist kein Ziel, Gott ist kein fernes Ziel. Gott zeugt in seiner Schöpfung Kinder, die in allem am Geist seines göttlichen Erstgeborenen teilhaben. So erstreckt sich die Wahrhaftigkeit des Einziggeborenen aufgrund des Erstgeburtsrechts Jesu auf seine Brüder in Christus, und es sind diese Brüder des Sohnes Gottes, die als neue Schöpfung Gottes dazu vorherbestimmt sind, am Wesen dessen teilzuhaben, von dem gesagt wird: „Er ist Gott mit uns“.

Und niemand erlangt diese Herrlichkeit oder wird an dieser Macht teilhaftig außer dem, der von Gott gezeugt wurde, um Miterbe seines Sohnes zu sein, dessen Geschichte wir kennen und dessen Liebe zu Gott bis zum Martyrium auf die Probe gestellt wurde. Diese Liebe ist der Ursprung ihrer Herrlichkeit und der Anfang ihrer Kraft, dank der ihr Wort Gott ist zur Freude und zum Glück der gesamten Schöpfung, und

5

„… zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, die er uns in seinem Geliebten unentgeltlich geschenkt hat …“

 

… Gegen diejenigen, die in der Zukunft leugnen würden, dass der Heilige Geist vom Sohn ausgeht. Verdrehte Gedanken und kranke Geister, die wir fragen müssen: Habt ihr ohne den Sohn Gottes habt ihr die Erlösung erlangt, die aus der Erlösung stammt? Und nachdem ihr durch Sein Blut die Erlösung erlangt habt, verachtet ihr den, dessen Blut euch das Leben geschenkt hat? Ist der Sohn Gottes ein Nichts? Hat Gott ihn, nachdem er gekreuzigt wurde, aus Seinem Herzen verstoßen? Glaubt ihr, ihr seid jemand oder dass eure Existenz entscheidend ist für die Entwicklung des Lebens im Universum und die Ausdehnung der Schöpfung? Wer hat euch gesagt, dass ihr vor Gott, dem Vater, erscheinen und Gott, den Sohn, so betrachten könnt, als wäre er ein Niemand? So heilig und weise, wie ihr seid, habt ihr nicht gelesen, was geschrieben steht, das Dekret Gottes, durch das er seinem Sohn sein gesamtes Reich übergab und ihm das Leben und den Tod aller in seinem Reich zu Füßen legte? Der Stolz war deine Sünde, Byzanz, und durch die Sünde kam der Tod über dich.

Die Wahrheit, die die Ewigkeit in ihre Arme aufgenommen hat, ist diese: Gott tut nichts, ohne an seinen Sohn zu denken. Niemand empfängt von Gott Weisheit und Verstand, wenn nicht aus Liebe zu seinem Sohn. So ordnet Gott alles so an, dass sein Sohn die Quelle aller Gaben ist, die seine Schöpfung empfängt.

Niemand nähert sich Gott, wenn nicht durch seinen Sohn. Es steht geschrieben: „Ich bin die Tür“. Wer diese Tür leugnet, handelt wie Satan, der den Sohn verdrängen und sich auf dessen Thron setzen wollte, ohne verstehen zu wollen, dass alles, was existiert, im Sohn seinen Ursprung hat, und niemand sich Gott nähert, ohne von seinem Sohn den Segen empfangen zu haben. 

Der Sohn Gottes ist der Anfang des Menschen. Zu behaupten, man könne von Gott seinen Geist empfangen, ohne dass dieser Geist der des Sohnes sei, sodass das, was empfangen wird, zwar von Gott stammt , aber nicht von seinem Sohn, ist eine bösartige Verleugnung, deren Frucht die Zerstörung ist, wie es in der byzantinisch-orthodoxen Kirche zu sehen war, der Gott einen Überrest unter den Völkern zu deren Bekehrung hinterlassen hat.

Der Stolz ist die Sünde, die die byzantinisch-orthodoxe Kirche dazu veranlasste, zu glauben, sie könne den Sohn Gottes verdrängen und sich vor Gott präsentieren, indem sie ihren König und Herrn, Jesus Christus, überging. Der Stolz führte sie in die Sünde, indem er sie vergessen ließ, dass der orthodoxe Patriarch vergessen ließ, dass Jesus Christus der universelle Hohepriester des Tempels Gottes ist und dass allein und ausschließlich Er als der neue Aaron den Vorhang beiseite schieben und vor dem allmächtigen Schöpfer des Sichtbaren und Unsichtbaren erscheinen kann. Der Stolz der orthodoxen Kirche stürzte Byzanz in den Untergang.

Alles, was lebt und atmet, existiert und sich bewegt, sich bewegt und existiert, atmet und lebt durch den Sohn Gottes...

6

„… in dem wir die Erlösung durch sein Blut haben, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade“

 

Und wenn man sagt „die Erlösung durch sein Blut“, ist damit absolut alles gesagt. Und wer das nicht versteht, ist deshalb nicht erlöst, hat sie weder erkannt noch genossen noch gelebt.

Durch die Sünde wurde der Mensch zu einem weiteren Tier, dessen Kraft in seiner Vernunft, in seinem Gehirn liegt: Das Denken des Menschen außerhalb Gottes ist reiner tierischer Instinkt, der auf sein Überleben ausgerichtet ist, und zwar auf ein Überleben unter den besten tierischen Bedingungen, die entsprechend der Zeit und dem Raum, den er auf der Erde einnimmt, vorstellbar sind.

Durch die Erlösung wurden wir jedoch neu geschaffen, um uns vom Geist leiten zu lassen, und so ist alles, was wir sind, dem zu verdanken, der uns erlöst hat.

Die ganze Welt ist nichts; Jesus Christus ist alles. Ohne Ihn gäbe es im Homo sapiens keinen Menschen. Und ohne den Christen gäbe es keine Zivilisation. Was wir also sind, sind wir, weil sein Sohn uns aus Liebe zur Schöpfung seines Vaters vor dem Untergang gerettet hat, und aus dem Staub, in den wir zu fallen bestimmt waren, hat er uns emporgehoben, um uns eine Zukunft zu schenken, die auf dem ewigen Leben gründet. Deshalb bewegen wir uns heute, morgen und für immer in der Ewigkeit vor dem Sohn Gottes, unserem einzigen König und universellen Richter.

So verdankt unsere Welt alles dem Christentum, ohne das es keine Zivilisation gäbe, und wenn der Christ nicht mehr existieren würde, würde das Leben auf der Erde wieder zum Staub zurückkehren. Ein Horizont des Untergangs, begründet in der Sünde, gegen den der Sohn Gottes, als er unter uns war, den Weg zum Leben eröffnete, das wir heute genießen. Ein Weg, der für den Menschen, der sich auf „seine eigene Vernunft“ stützt – die wiederum von dem Stolz getrieben ist, den Sohn Gottes nicht zu benötigen, um vor Gott zu treten und von Gott die Gaben zu empfangen, von denen der Heilige Geist in Paulus spricht:

7

„Der uns alle Weisheit und Klugheit überreichlich ausgegossen hat.“

 

In der Tat wurde die Macht nicht diesem Sohn Gottes und seinen Brüdern in Jesus Christus gegeben, um ihren Willen zu tun und ihr Denken als Quelle ihres Handelns in der Geschichte zu etablieren. Keineswegs. Gott war am Werk. Eine neue Schöpfung war eröffnet worden und befand sich im Entstehungsprozess. Wäre der menschliche Gedanke ausgereicht, um diesen Horizont zu durchbrechen und die Geschichte der Zivilisation von ihrer Zerstörung wegzuführen, hätte Jesus sich selbst genügt, er hätte niemanden gebraucht, um die Welt gemäß seinem Gedanken neu zu ordnen.

Doch der Sohn Gottes kam nicht, um seinen eigenen Willen zu tun, sondern um den Willen seines Vaters zu tun. Und es war aus Verehrung vor dem Willen der universellen Erlösung, den Gott für seine Schöpfung bestimmt hatte, weshalb Jesus Christus – obwohl er der Sohn Gottes ist und mit seinem Wort alles tun kann – seine Knie vor der Weisheit Gottes beugte. Eine Weisheit, die die Jünger nur durch den Heiligen Geist erkannten, der nach der Auferstehung über sie kam….

8

„Er hat ihnen das Geheimnis seines Willens bekannt gemacht, wie es seinem Wohlgefallen entsprach, das er sich in Jesus Christus vorgenommen hatte“

 

Wir kommen wieder auf dasselbe zurück. Gott tut alles in seinem Sohn, mit seinem Sohn, durch und für seinen Sohn. „Der Vater zeigt dem Sohn alles, was er tut.“ Die Liebe zu seinem Sohn ist der Grund, der das Herz Gottes bewegt, die metaphysische Ursache, in der seine Schöpferkraft zum Samen wird und neue Welten hervorbringt.

Wir alle sind Schöpfung des Sohnes Gottes, durch physische Kraft und metaphysischen Akt. Er war es, der den Sternen gebot, das Licht von der Finsternis zu trennen; Jesus Christus war es, der im Himmel das Firmament errichtete, das die Wasser, die über dem Firmament sind, von den Wassern der Ozeane trennt, die unter dem Firmament sind. Er war es, der alles Leben mit der Kraft der Fortpflanzung segnete, und der alles Leben mit reichlich Nahrung segnete, damit keine auf der Erde lebende Art Durst und Hunger leiden müsse. Er vermittelte dem ersten Menschen die Gesundheit, die zum Verlangen nach Unsterblichkeit führt.

Zu glauben, zu denken, dass der Mensch sich Gott dem Vater nähern könne, als ob Gott der Sohn nicht existiere – allein diese Vorstellung ist eine Sünde des Hochmuts, ein Vergehen gegen das eigene und das fremde Leben.

Der Sohn ist kein passiver Zuschauer beim Schöpfungsakt, sondern aktiver Schöpfer in der Schöpfung seines Vaters. Er ist es, der sagt: „Es werde Licht“; er ist es, der seine Brüder aus dem Himmel aufruft, an der Gestaltung des Lebens auf Erden nach dem Bild und Gleichnis der Kinder Gottes mitzuwirken.

Gott tut alles mit Ihm, durch Ihn und für Ihn. Und in Ihm hat Gott, der den Menschen erlösen wollte, Ihn zu uns gesandt: 

9

„… um das Geheimnis seines Willens zu verwirklichen, wenn die Zeiten erfüllt sind, und alles in Christus zusammenzufassen, das im Himmel und das auf Erden“

 

Und so geschah es. Es wurde zusammengefasst:

Der Verrat Satans an Gott im Verrat des Judas.

Die Versuchung Adams durch Satan in der Versuchung Jesu durch den Teufel.

Die Erwählung Adams in der Erwählung Christi.

Der Ruf zur Mitwirkung an der Gestaltung der Menschheit im Ruf der Jünger.

Das Wesen des Reiches Gottes im Garten Eden im Wesen des Himmelreichs, das nicht auf Feuer und Eisen, sondern auf Liebe und Weisheit beruht.

Adam, das Haupt seiner Welt; Christus, das Haupt unserer Welt. So wurde, als das Haupt fiel, der ganze Leib zum Sündenfall verdammt.

In der Menschwerdung – einem Geheimnis, dessen Undurchdringlichkeit uns durch die Gnade des Dogmas das Heil schenkt – der Geburt des Sohnes Gottes im Heiligen Geist des Herrn der Unendlichkeit und der Ewigkeit, einem Geheimnis, in dem wir dank des Dogmas der Menschwerdung alle vor unserem Schöpfer in der Wahrheit bestehen.

In der Jungfrau Maria die Schönheit und Unschuld der schöpferischen Weisheit, Braut Gottes, und das Wesen der grenzenlosen Liebe der Weisheit zum Vater und zum Sohn.

In dem heiligen Josef die Hingabe und Treue des Menschen zu Gott, dem Vater und dem Sohn, sein Gehorsam und seine Liebe zur Erlösung aller menschlichen Familien.

II

Der göttliche Autor, der heilige Paulus, spricht im Bewusstsein seiner Begegnung mit dem Tod. Er spricht zu Lesern, die sich ebenfalls ihrer Begegnung mit dem Herrn bewusst sind, dem sie dienen und in dem sie die Auferstehung jenseits des Kreuzes haben. Denn der Mensch wurde für das ewige Leben geschaffen. Wie der Heilige Geist ganz richtig sagt, kam der Tod durch die Sünde einer Generation, die den Krieg als Mittel akzeptierte, um das Ziel der Einbindung aller Familien der Erde in das Reich Adams zu erreichen. Sobald sich der Tod im Bewusstsein des Menschen festgesetzt hatte, wurde er zu einem Mittel, um Macht zu erlangen. Der Fall, den uns Gott vor Augen führt, der Brudermord an Abel durch Kain, ist das klassische, universelle Beispiel, das das mörderische Verhalten dessen bestimmt, der die Macht über alle Dinge erlangen will.

Im Fall der beiden Söhne Adams hat die Psychologie des Verbrechens Kains ihren Ursprung im Instinkt.

Gemäß dem Wort musste Gott unter den beiden Söhnen Adams seinen Erben auswählen, jenen Sohn Evas, der die Krone zurückgewinnen würde, die seinem Vater genommen worden war. Kain wollte dieser Sohn Evas sein, der dem Feind seines Vaters den Kopf zertreten würde.

Doch die Wahl lag bei Gott, nicht beim Menschen. Würde Kain jedoch seinen Bruder Abel töten, würde Gottes Wahl durch Kains Notwendigkeit außer Kraft gesetzt, und Gott müsste sich vor dem Mörder Abels in die Knie zwingen: Entweder Kain oder niemand.

Offensichtlich würde der Weg, den er eingeschlagen hatte, kein Spaziergang durch ein Tal voller Blumen sein. Gott zwischen Hammer und Amboss zu drängen, ist kein Spiel. Kain hatte Gründe, „mit gesenktem Kopf“ zu gehen.

Tatsache war, dass Gott, immer nach Kains Argumentation, sich an sein Versprechen der Rache gekettet hatte und dass nach Abels Tod die Krone Adams ihm gehören würde. Das war der Gedanke Kains, bevor er die Entscheidung traf, seinen Bruder Abel zu töten.

Wenn man Kain aufgrund seiner Unwissenheit rechtfertigt, begann das Geheimnis der Erlösung zweifellos in dem Moment, als Gott das Urteil über alle fällte, die am Sündenfall beteiligt waren.

Da das Urteil über die Erlösung gefällt wurde, wurden die Unwissenheit des Übertreter und die Unschuld Gottes in Bezug auf den Verrat anerkannt. Hätte Gott also seinen ganzen Zorn gegen den Verräter gerichtet, wäre seine Gerechtigkeit makellos geblieben. Der Verräter war ein Ungeheuer, das schon vor der Erschaffung der Menschheit den Frieden der Schöpfung untergraben und die Fundamente des Throns des Sohnes Gottes angegriffen hatte. Hätte Gott in jenem Augenblick seine ewige Verbannung vollzogen und hätte er die souveräne Macht besessen, die Seele wiederherzustellen und Adams Sünde zu vergeben, wäre die Welt nicht durch das Tor der Tragödie getreten, das wir „Allgemeine Geschichte der Kriege der Menschheit“ nennen. 

In die Hölle gestürzt von einem Satan, dessen Bosheit vor Gott alle Grenzen überschritt, hätte dieselbe Gerechtigkeit, die die Erlösung brachte, ausgereicht und die Entscheidung Gottes legitimiert, hätte er die Absolution seines kleinen Sohnes Adam vollzogen.  

Wo ist der Vater, der, wenn er sieht, wie sein kleiner Sohn in seiner Unwissenheit durch die Bosheit eines älteren Bruders zum Verbrechen verleitet wird, beide mit derselben Strafe bestraft? Wenn wir Menschen, die wir schlechte Väter sind, uns nicht von solcher Grausamkeit mitreißen lassen, wie könnten wir dann glauben, dass Gott, der allliebende Vater der Menschen, der aus Liebe zu uns nicht gezögert hat, uns seinen Sohn Jesus als Retter zu senden, in seinem Zorn den Verräter und den Sünder in denselben Topf werfen könnte!

Das Geheimnis der Erlösung seiner Schöpfung stand auf dem Spiel. Nicht nur der Mensch war angegriffen worden, sondern die gesamte Schöpfung sah sich vom Tod bedrängt.

Mit blutendem Herzen musste Gottvater das Urteil gegen seinen jüngsten Sohn Adam fällen und dabei in seinem Urteil das Versprechen der Erlösung einbeziehen. Das, wie ich bereits sagte, Kain nach dem Fleisch auslegte, weshalb Gott, nachdem er dem Menschen seinen Geist entzogen hatte, dem Brudermörder Gnade erwies.

Der Mensch entscheidet über alle Dinge, indem er sich selbst zum Maß aller Dinge macht. Doch Gott hat vor Augen die Zukunft der gesamten Schöpfung. Und genau diese Zukunft hatte Gott vor Augen, als er das Urteil gegen den Übertreter und Verräter fällte.

Für Letzteren verhängte Gott die ewige Verbannung aus seiner Schöpfung; für Ersteren schrieb er die Strafe der Verbannung aus seiner Gegenwart fest, bis die Zeit seiner Verurteilung erfüllt sei. Bis zum Kommen des Erlösers und Rächers des Blutes seines kleinen Bruders Adam sollten Jahrtausende vergehen.

Seit jenem Tag der Trauer um die Ermordung eines Sohnes Gottes war die Vorherbestimmung des Messias und seiner Brüder besiegelt.  

10

„Und in ihm, Jesus Christus, sind wir zu Erben erklärt und vorherbestimmt worden, nach dem Ratschluss dessen, der alle Dinge nach dem Ratschluss seines Willens wirkt“

 

Und da sie allmächtig waren nach dem Ebenbild und der Ähnlichkeit Christi Jesu, wurde der Tod aus ihren Herzen verbannt, wobei sie in allem dem Beispiel ihres Meisters und Herrn folgten.

Denn wir wissen, dass seit dem Sündenfall des ersten Menschen die Macht mit Brudermord, Verbrechen, Mord und Vergehen einhergeht. Eine Realität, die sich über alle Völker ausbreitete und die Macht zu einem blutigen Thron machte, zu einem abscheulichen Ziel aufgrund des Weges, der zu ihrer Ausübung führt. Eine offene Anklage vor allen Völkern der Schöpfung durch Christus selbst, der, als er in seinem Wort die Kraft Gottes besaß, niemals den Tod des Nächsten als Weg zur Erlösung der Welt vor Augen stellte.

Die Macht ist den Kindern Gottes nicht gegeben, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Gott ist der Herr, und alle Macht dient vor seinem Thron zum Glück und zur Freude aller Völker seines Reiches. Das Gesetz, das die Macht regiert, ist der Geist der Liebe zum Leben. Wie kann also der Tod des Nächsten an diesem Geist teilhaben!

Und in dieser Treue zum göttlichen Vorbild entdecken wir das Geheimnis der revolutionären Ausbreitung des Christentums, das in nur 30 Jahren seinen Einflussbereich auf alle Provinzen des Römischen Reiches ausdehnte.

Als das antichristliche Ungeheuer sein Feuer ausspuckte, stellten wir fest, dass das Christentum bereits in allen Provinzen des Reiches Neros lebendig war. Die Sache war göttlich. Gott war mit uns, und als er ging, hinterließ er uns Zwölf, die ihm glichen.

Doch im Gegensatz zum Sohn Gottes vollbrachten die Apostel, seine Brüder, ihre Wunder im Verborgenen und verbreiteten den Namen Jesu unter den Familien – ein unfehlbares und unauffindbares Mittel, durch das der Glaube bis in den Palast des Cäsars vordrang.

Wie wir sehen, hatte die Mission, für die sie vorherbestimmt waren, in Gott, dem eingeborenen Sohn, ihren Kompass, ihren Stern, ihr Ziel…

11

„Damit wir alle, die wir auf Christus hoffen, zum Lob seiner Herrlichkeit dienen.“

 

Und in diesem Sinne sprachen sie, außer in ihren Briefen, nichts über sich selbst. Alles konzentrierte sich darauf, durch die Wirken des Heiligen Geistes in ihnen die Göttlichkeit dessen zu offenbaren, der auf Erden war, um uns alle zu erlösen, uns den Kopf zu heben und uns die Augen für das ewige Leben zu öffnen.

Hätten sie im Einklang mit der Herrlichkeit ihrer Namen gehandelt, hätten sie die Macht, die ihnen gegeben wurde, um Gott zu dienen, in den Dienst ihrer selbst gestellt, dann wären sicherlich die unzähligen Wunder dokumentiert worden, die sie im Verborgenen im Namen Jesu vollbrachten und die dazu führten, dass sich die Christen auf Anordnung des neronischen Tieres bereits in allen Provinzen des Reiches niedergelassen sein würden.

Nachdem sie diese Welt verlassen hatten, wo es „Werke“ gab, setzte sich die Bekehrung durch die Werke des Glaubens durch – ein Same, der, in die Herzen gesät, zur Vereinigung von Heiden und Barbaren in einem einzigen Reich führte, das dazu berufen war, aus dieser Welt das Volk des Reiches Gottes zu machen.

Wir wissen, dass Gott seinen Sohn auf den Thron seiner Herrlichkeit gesetzt hat, damit seine ganze Schöpfung vor vor seiner Krone beuge und wir ihn so verehren, wie sein Vater verehrt wird. Nachdem er dies also zuvor verkündet hatte, indem er sprach: „Du hast ihn zum Gott gemacht, du hast ihm die Herrschaft aus deinen Händen gegeben, du hast ihn zum Herrn deiner Schöpfung gemacht, du hast das Leben aller Geschöpfe zu seinen Füßen gelegt“, stellt er uns sogleich den König des Lebens vor, an dem der Tod keinen Anteil hat.

Freude im Himmel, Glück auf Erden: Der Thron des Erlösers, den Kain um den Preis des Todes seines Bruders Abel zu erwerben suchte, wurde dem gegeben, der für ihn mit seinem eigenen Blut bezahlt hat.

Ein Preis, den seine Brüder in Abraham bezahlten, und im Bewusstsein ihrer Vorherbestimmung zum Kreuz zögerten sie nicht, ihr Leben zu Füßen ihres Herrn für die Erlösung der Fülle der Völker der Menschheit niederzulegen.

Ein wunderbares Werk Gottes, des Vaters und des Sohnes!

Kinder Gottes, gezeugt nach dem Bild und Gleichnis des Erlösers, durch den sie geformt wurden, nicht mit vielen menschlichen Worten, sondern mit der Rede, die aus den Werken des Glaubens hervorgeht; dem Beispiel ihres Meisters und Erlösers folgend, legten sie die geerbte Macht zu seinen Füßen nieder, damit sie zu seiner Ehre in alle Ewigkeit wird. Und auf dem Weg säten sie den göttlichen Samen, der die Horizonte durchbrach und Europa zum Christentum führte, den göttlichen Samen, den das christliche Europa bis zur Bekehrung des Baumes der Völker zum König des Himmels in alle vier Ecken der Erde ausbreiten würde.

Deshalb schreibt der Heilige Geist, den Blick auf die Zukunft gerichtet, weiterhin an jene, die durch die Werke des Glaubens die Völker bekehren würden:

12

„Auch in Jesus Christus seid ihr, die ihr das Wort der Wahrheit hört, das Evangelium eures Heils, an das ihr geglaubt habt, mit dem Heiligen Geist der Verheißung versiegelt worden …“

 

In diesem Siegel haben wir alles in Ihm: Verstand, Weisheit, Einsicht, Stärke, Rat und Gottesfurcht, und da wir wissen, dass die Gottesfurcht in der Liebe vollendet wird, teilen wir durch die Verheißung die Hoffnung auf den Sieg…

13

„ein Unterpfand unseres Erbes im Hinblick auf die Erlösung seines Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit. Darum habe auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu den Heiligen gehört habe“.

 

Wie könnte man diejenigen nicht lieben, die der Fluss des Friedens sind, der aus der göttlichen Quelle entspringt und alle Seelen der Schöpfung bewässert, den Baum des Lebens der Welten nährt, damit alle seine Zweige gesund wachsen können? Hat das Haus des Königs nicht Anteil an seinem Geist in Fülle und Liebe zum Leben aller Bürger des Paradieses Gottes? Wo sind Neid, Stolz, Ehrgeiz, Selbstverherrlichung? Es gibt in ihnen keinen Fleck der Verderbnis. Sie sind der unbesiegbare Schild gegen den Krieg, den der Schöpfer seinem Reich gegeben hat.

14

„Ich höre nicht auf, für euch zu danken und euch in meinen Gebeten zu gedenken“ 

 

Die Stärksten werden behandelt wie die Schwächsten; Gottes geliebteste Schöpfung den Löwen vorgeworfen, als Fackeln in der Nacht der Cäsaren dienend.

Gott wollte, dass jene, die mit seinem Sohn die Herrlichkeit der Krone erben sollten, das Böse so lange erdulden mussten, bis der Schmerz bis in die tiefsten Tiefen ihres Wesens drang. Gott schuf ein Wunderbares Werk, einen lebendigen Tempel, eine lebendige Festung, ein Haus, das nicht aus Steinen und Felsen erbaut ist, sondern aus Gottes Liebe zum Leben, ein Haus, in dem die Erinnerung an die Erkenntnis von Gut und Böse und die LIEBE ZUM KÖNIG, die sich im Kampf gegen den Tod bewährt hat, für alle Ewigkeit bestehen bleibt.

15

„Damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus und Vater der Herrlichkeit euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst schenke“

 

Worte, die wir uns auf die Lippen legen, um Gott dafür zu preisen, dass er seine Schöpfung vor den Feuern des Krieges geschützt und sein Volk verteidigt hat, indem er der Wahrheit einen Leib gab, den Tempel des Geistes Christi, bekleidet mit der Kraft des Wortes. Und er möge uns gewähren“ … Weder Macht noch Reichtümer. „Er schenke uns“ … Weisheit und Erkenntnis Gottes.

Berufen zum ewigen Leben – welchen kostbareren Schatz kann ein intelligentes Geschöpf besitzen als die wahre Erkenntnis des Sohnes Gottes: König und Herr der gesamten Schöpfung seines Vaters?

Was bedeutet uns das? Das ganze Gold der Welt. Alle Kronen und alle Mächte, die auf der Erkenntnis von Gut und Böse beruhen, sind Staub, den der Wind der Ewigkeit in den Abgrund des Vergessens treibt. Nur das Leben bleibt.

Welche andere Lehre offenbarte der Mensch gewordene Heilige Geist jenen Hunderttausenden von Männern, Frauen, Alten und Kindern, die ihr Leben in die Hände des Königs des Himmels legten?

Welche Lehre war die der katholischen Kirche von Anbeginn an?

Sich Gott dem Vater zu nähern, ohne Gott den Sohn zu beachten?

Geht der Heilige Geist nicht vom Sohn aus?

Wer ist dann das Haupt Christi, der Menschwerdung des Heiligen Geistes, der im Vater und im Sohn lebt: der Kaiser von Byzanz? Der König von England?

Steht es nicht geschrieben? : „Wer den Sohn sieht, der sieht den Vater.“ Und beide leben in Christus. Darum schließt der Heilige Geist: „Das Haupt Christi ist der Sohn, und das Haupt des Sohnes ist der Vater.“ Daher verkündete der Heilige Geist das Dogma der Dreifaltigkeit: Drei Personen und ein einziger wahrer Gott.

16

„Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung er euch berufen hat, wie reich und herrlich das Erbe ist, das den Heiligen zuteilwird“

 

Gibt es größeren Reichtum und größere Herrlichkeit als zum Haus Gottes zu gehören als Brüder seines Sohnes, in die Gott den Frieden und das Heil seines ganzen Reiches gelegt hat?

Nicht einer oder zwei, sondern ein ganzes Volk, das durch das Feuer gegangen ist, um aus seiner Asche wie ein ewiger Phönix wiedergeboren zu werden, Teilhaber an der Herrlichkeit Gottes, des eingeborenen Sohnes, in allem gleich dem Vorbild, nach dessen Bild und Gleichnis sie gezeugt wurden: Jesus Christus – unvergänglich, allwissend, vor dessen Blick jedes Herz und jede Seele entblößt wird. Das Gute in Person, die Weisheit im Fleisch der Schöpfung, „Gott mit uns“, die unzerstörbare Mauer, an deren Felsen die Einsamkeit und die Verwirrung zerschellen.

Wunderbares Werk Gottes, des Vaters und des Sohnes, mit dem sie ihre Schöpfung mit freudiger Unsterblichkeit, mit glückseliger Freiheit, mit unbändiger Freude und mit grenzenlosem Glück bekleidet haben, das in unaufhörlichem Jubel zum Ausdruck kommt. Die Welt, die Gott geschaffen hat, um sein Haus zu sein, offen für alle Völker seines Reiches, ohne Grenzen, alle ohne Furcht vor der Ewigkeit, regiert vom Heiligen Geist: die lebendige Inkarnation der Liebe des Schöpfers zu seiner Schöpfung.

Gesegnet seien alle, die den Weg ihres Helden, Königs und Herrn Jesus Christus gegangen sind und Zeugnis mit ihrem Blut abgelegt haben, wodurch sich in ihnen der göttliche Plan erfüllt hat:

„Ihr seid meine Zeugen“. Und Zeugen des Blutes aus dem Feuer des Martyriums, die bezeugen, dass sie den Sohn Gottes gesehen und gehört haben, auf den Klang dessen Stimme hin Himmel und Erde freudig sein Wort als Gebot empfingen, dessen Stimme die Erde in ihre Arme nahm, als die Verwirrung bereits ihr Herz bedrückte und sie sich der Finsternis verurteilt sah.

„Wahrer Gott vom wahren Gott“. „Gott mit ihnen“. Sie berührten ihn, aßen mit ihm und wanderten mit ihm.

Wo ist die Herrlichkeit, wo die Macht, wo der Reichtum? Womit lässt sich diese Herrlichkeit erkaufen: Miterben Jesu, des Erstgeborenen Gottes, zu sein? Mit welcher Macht lässt sich vergleichen, Kinder Gottes nach dem Bild und Gleichnis Jesu Christi zu sein?

Wie kann es also unter denen, die sich Christen nennen, Menschen geben, die die Heiligen verachten und die Liebe die Liebe und Verehrung derer, die mit ihrem Blut und inmitten des Feuers mit klarer Stimme und mit kraftvollem Wort riefen: Jesus Christus ist der allmächtige und allwissende Sohn Gottes, des Vaters, JAHWEH, Herr der Unendlichkeit und der Ewigkeit, Schöpfer des Kosmos und allen Lebens, das im Universum entsteht!

17

„Und wie erhaben ist die Größe seiner Macht an uns Gläubigen, gemäß der Stärke seiner mächtigen Kraft“

 

Lasst eure Seelen sich öffnen und eure Herzen vor unendlicher Dankbarkeit überfließen gegenüber jenen, die ihr Leben verachteten und es hingaben, damit wir alle zu Bürgern des Reiches Gottes werden und eine Wohnstätte haben, die uns nichts und niemand mehr nehmen kann.

Wer waren diese Törichten, Unwissenden und Bösen, die unter dem Deckmantel eines perversen Puritanismus die Liebe zu den Heiligen verurteilten, in die Gott den Frieden und das Wohlergehen seines ganzen Reiches gelegt hat? Steht nicht geschrieben: „Gott will, dass die Anbetung, die dem Vater gebührt, auch die Anbetung ist, die dem Sohn gebührt?“ Und: „Wer den Sohn nicht anbetet, betet auch den Vater nicht an.“ 

Ihr Narren, wenn der Sohn das Haupt Christi ist, wird dann sein Leib nicht an der Anbetung teilhaben, die seinem Haupt gebührt?

Noch einmal: „Christus ist das Haupt der Kirche, und das Haupt Christi ist Gott“.

Deshalb, weil ihr euch ein menschliches Haupt gegeben und Christus als Haupt eurer Kirchen verachtet habt, ist der Götzendienst euer, sodass ihr, indem ihr den Heiligen die Anbetung verweigert habt, die dem Geist Gottes gebührt, sie den Verbrechern und Mördern, den Mördern der Heiligen, gegeben habt, die ihr euch als Häupter eurer Kirchen gesetzt habt.

Zittert vor Schrecken, denn an dem Tag, an dem der Richter euch vor denjenigen ruft, den ihr als Haupt eurer Kirchen verachtet habt, werdet ihr einer nach dem anderen Rechenschaft über eure Rebellion ablegen müssen. 

Achtet also darauf, wohin ihr tretet, denn die Rebellion wird zum Verrat, wenn sich der Wille Gottes offenbart und zur Vereinigung aufruft, wobei er den Rebellen Barmherzigkeit anbietet für das Heil ihrer Seelen im Gehorsam, der der Anbetung Gottes gebührt.

Mit welcher Macht könnt ihr die Macht der Heiligen vergleichen?

18

„Die Gott in Christus ausgeübt hat, indem er ihn von den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten im Himmel setzte“

 

Da sie eins sind mit Christus, der als Haupt Christi zur Rechten Gottes, des Vaters, sitzt, welchen größeren Thron könntet ihr irgendeinem Geschöpf geben?

Sie starben mit ihm, um mit ihm zu seiner Herrlichkeit aufzuerstehen, der Herrlichkeit der Kinder Gottes, adoptiert, aber in allem an der Natur ihres älteren Bruders, Jesus Christus, des Erstgeborenen des ganzen Hauses Gottes teilhabend, der, da er der Einziggeborene seines Vaters ist, alle seine Brüder mit seiner Natur bekleidet und sie alle zu Söhnen seines Vaters macht, Herren mit ihm, durch ihn und in ihm. Wie könnt ihr dann einige von euch sagen: Der Heilige Geist geht nicht vom Sohn aus?

Nichts, weder der Himmel noch die Erde, weder diese Welt noch die kommenden Welten können ohne den Sohn existieren und existieren auch nicht; alles, was die Schöpfung von Gott empfängt, empfängt sie aus Liebe zu seinem Sohn, und indem sie alles seinem Sohn unterwirft und ihn zum Haupt ihrer gesamten Schöpfung macht, ist der, der außerhalb dieses Hauptes steht, nicht in Gott. Sein Schicksal ist die Vernichtung.

Erinnere dich, Athen, an Byzanz!

Lerne von Konstantinopel, du, Moskau!

So wie Gott einen Überrest in Israel zurückließ, damit er Barmherzigkeit erlangte, so ließ er auch einen Überrest der byzantinisch-orthodoxen Kirche zurück, damit ihr nun durch euren Gehorsam diejenigen zur Barmherzigkeit aufruft, die sich in ihrer Unkenntnis der Fülle der vollkommenen Erkenntnis des Sohnes Gottes gegen seine Braut, die römisch-katholische Kirche, erhoben haben.

Wenn du die Braut verachtest, verachtest du dann nicht auch ihren Herrn, Jesus?

19

„Der über alle Fürstentümer, Gewalten, Mächte und Herrschaften und über alles steht, was einen Namen hat, nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.“

 

Du, Jesus Christus, Gott, der eingeborene Sohn; mit deinem Vater, dem Schöpfer von Himmel und Erde, von dem durch deine Erstgeburt das ganze Haus der Kinder Gottes Wahrhaftigkeit und Heiligkeit empfängt zum Frieden und zum Heil aller Völker deines Reiches.

Du, Jesus Christus, der allmächtig bist und dich zum Diener deines Vaters gemacht hast zur Freude und Freiheit aller Völker des Universums, der gegenwärtigen und der zukünftigen.

Von Dir sagen wir, was der Heilige Geist uns gelehrt hat und was wir in unseren Seelen bewahrt haben zu unserem Heil und dem unserer Kinder: 

„Dir, Herr, hat Gott, dein Vater, alle Dinge unterworfen und uns alle, im Himmel wie auf Erden, zu deinen Füßen gestellt; du und nur du, Jesus Christus, bist das Haupt aller Dinge in der Kirche, die dein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen vollendet.“

Wie könnt ihr dann sagen, dass ihr diesen oder jenen König als euer Haupt habt, und euch damit gegen die Schöpfung Gottes auflehnen!

Und geht nicht vom Haupt aus, dass der ganze Leib seine Natur empfängt?

So haben die einen aus Stolz und die anderen aus Verkehrtheit, die einen wie die anderen, ein Verbrechen gegen Gott begangen. Denn der Glaube wurde euch gegeben, um die Unwissenheit zu überwinden und das Schweigen Gottes mit dem heiligen Mantel der Treue zu bekleiden.

Ihr habt euch nicht gegen die katholische Kirche, die Mutter aller Kirchen, den Thron des Baumes des Glaubens, aufgelehnt; ihr habt euch gegen Gott, den Vater und den Sohn, aufgelehnt und Gott wegen seines Schweigens und seinen Sohn wegen seines eigenen Schweigens angeklagt. Habt ihr denn nicht gelesen, was geschrieben steht: „Wenn ihr, wenn ich zu euch von irdischen Dingen, versteht ihr es nicht, wie würdet ihr es dann verstehen, wenn ich zu euch von den Dingen des Himmels spräche“?

Ihr habt Gott vorgeworfen, den Mund seines Sohnes verschlossen zu haben.

Ihr habt den Sohn Gottes beschuldigt, sich dem Willen seines Vaters unterworfen zu haben, indem er die Wahl des Petrus bestätigte, obwohl dieser unter allen Jüngern der Einzige war, der ihn vor der ganzen Welt verleugnete.

Wer seid ihr denn, dass ihr es wagt, eure Stimme vor Gott zu erheben! Den Heiligen gehört die Heiligkeit, was bleibt den Rebellen denn anderes als die Rebellion?

Nennt es Orthodoxie, nennt es Reformation, nennt es, wie ihr wollt – wenn ihr nicht gehorcht und Jesus Christus als das Haupt aller Kirchen verkündet und eure Sünde nicht vor Seiner Braut und Mutter aller Seiner Kinder, der katholischen Kirche, bekennt, werdet ihr am Tag des Gerichts über alle Dinge wegen Rebellion gegen Gott und seine Heiligen gerichtet werden.

IV

Wir kennen eine Anbetung Gottes und eine Anbetung der Heiligen. Der entscheidende Unterschied zwischen beiden liegt in der Liebe. Die erste entspricht dem Judentum. Die zweite dem Christentum.

Im Judentum hat die Anbetung Gottes ihre Grundlage in der Macht. Gott ist Macht. Man befolgt sein Gesetz, oder man wird vernichtet. Der Ungehorsam gegenüber seinem Wort hat die Vernichtung des Ungehorsamen zur Folge.

Im Judentum ist der Maßstab des Gesetzes nicht die Gerechtigkeit, sondern die Macht. Gott ist allmächtig, und es gibt keine Beziehung zu Gott außerhalb der Macht. Entweder alle auf den Knien oder alle tot. Es gibt keine andere Möglichkeit.

Das Judentum war die Verehrung des Seins als Macht.

Im Christentum entspringt die Anbetung der Liebe zur göttlichen Persönlichkeit.

„Und wenn Gott nicht Liebe wäre, würde ich Gott nicht verehren“ – das ist die Anbetung der Heiligen.

Der Gott, der zu Mose sagt: „ICH BIN DER ICH BIN“, öffnet in Jesus Christus seine Brust, enthüllt sein Herz und sagt: „Ich bin schon so lange bei euch, und habt ihr mich noch immer nicht gesehen?“

Im Christentum ist es die Persönlichkeit Gottes, die die Anbetung erobert. „Gott ist Liebe“. Und diese Liebe kleidet sich in das Sein Gottes, um aus der Anbetung der Heiligen die Freude der gesamten Schöpfung zu machen.

Seit den Anfängen des Christentums ist die Anbetung Gottes von Liebe geprägt. „Auch gäbe es keinen Himmel, ich würde dich lieben“ wird zum Herzschlag des Christen.

Es war nur logisch, dass diejenigen, die die Anbetung Gottes als Macht verstanden, Anstoß an dem nahmen, der uns die Anbetung Gottes als Liebe offenbarte.

In Jesus Christus öffnet die Persönlichkeit jenes Gottes, der sagt: „ICH BIN DER ICH BIN“, ihre Brust, offenbart sich und erobert das Herz seiner Schöpfung. Das ist sein Sieg. Das ist seine Größe. Das ist seine Herrlichkeit. Das ist das Fundament seiner ewigen Krone. Von der Anbetung des Seins als Macht stieg die Schöpfung zur Anbetung des Seins als Liebe auf.

In Mose offenbart sich Gott als unendliche Macht. In Jesus Christus offenbart sich Gott als ewige Liebe. Es gibt keinen Gegensatz, es gibt Vollkommenheit.

Offensichtlich musste für jene, die eine Religion und einen Staat auf dem Fundament der Macht errichtet hatten und die Nation mit der Peitsche des Terrors vor dem Gesetz regierten, die christlich-jesuanische Verehrung der Heiligen aufgrund natürlicher Logik und historischer Kraft zu einer selbstmörderischen Schwäche werden. Denn in einem Herzen, in dem kein Platz für die Liebe zu Gott keinen Platz hat und das aus der Furcht vor Gott als Gesetz lebt, konnte die Liebe als Verehrung der göttlichen Person, die sich in ihrem Sohn Jesus Christus offenbart und zur Verehrung der Heiligen wird, keinen Platz finden.

Aus dieser Verehrung sprudeln die Briefe des heiligen Paulus wie Flüsse, die vom Berg des Evangeliums herabfließen, um die Wüsten und unfruchtbaren Ebenen der Weltgeschichte nach Jahrtausenden des weltweiten Brudermords zu beleben. In der Tat:

20

„Und ihr wart tot durch eure Vergehen und Sünden“

 

Der Tod säte seinen Samen in die Völker, und die Zivilisation, die gerade erst in ihre ontogenetische Jugend eingetreten war, verwandelte sich in ein gnadenloses Feld brüderlicher Kriege.

Die universelle Brüderlichkeit in Gott, dem Schöpfer, die im Mesopotamien Adams ihre Wurzeln geschlagen hatte, ging verloren wie ein Baum, dem unter einer unbarmherzigen Sonne das Wasser entzogen wurde. Die Vergöttlichung, die die Krone für sich beanspruchte, schuf eine unumkehrbare Opposition gegen das erste mesopotamische Königreich, das auf den ersten Stadtstaaten gegründet war, die in der Geschichte der Menschheit verzeichnet sind. Die Frucht der Erkenntnis von Gut und Böse, der Krieg, wurde allen Völkern zu essen gegeben, und indem ihr Fleisch zum Nährboden für alle Übel wurde, wuchs der Baum des Hasses heran.

Die brüderliche Liebe wich der Macht der Könige, und ihre ungezügelte Leidenschaft, wie Götter verehrt zu werden, war das Erbe, das die Kronen jener Zeit erhielten, und im Laufe der Jahrtausende sahen wir ihre bösartige Manifestation zum letzten Mal auf dem Thron der Cäsaren.

Zur Zeit des Jahrhunderts Christi gab es für den Menschen keine Hoffnung mehr. Er war ganz und gar Sünde und Verbrechen. Die göttliche Persönlichkeit, nach deren Ebenbild der erste Mensch geschaffen und die Menschheit in ihrer Vollkommenheit genannt wurde, löste sich im Laufe der vergangenen Jahrtausende auf, bis der Mensch zu einem wilden Tier wurde, dem gefährlichsten, dem hungrigen und nach absoluter Macht dürstenden Tier.

Angesichts dieser universellen Realität, die den Geist aller Nationen beherrschte, welche Zukunft konnte das Evangelium des Sohnes Gottes – „GOTT IST LIEBE“ – da noch haben? Juden und Römer lachten über diese Religion der Sklaven für Sklaven. „Gott ist Liebe?“, fragten sie sich. „Und was erleben wir dann hier, einen Zirkus? Na dann ab in den Zirkus mit ihnen.“

So entstand das Christentum. Denn welche Art von Beziehung kann ein Geschöpf aus Lehm haben, das durch das Wirken und die Gnade des Schöpfers des Kosmos mit intelligentem Leben beseelt wurde, wenn nicht die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn? Außerhalb dieser Beziehung gibt es nur ein einziges mögliches Gesetz: Auf die Knie, oder dein Hals verliert den Kopf.

Es war das Gesetz, unter dem das Judentum lebte und das später der Islam aus dem Grab rettete, in dem Jesus Christus den Tempel von Jerusalem begraben hatte. Vorbeigegangene Zeiten…

21

„In denen ihr einst gelebt habt, nach der weltlichen Lebensweise dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, dem Geist, der jetzt in den Ungehorsamen wirkt“

 

Mit dem Sohn Gottes kam die Verehrung der Heiligen, die Liebe zu Gott als Person. Die göttliche Persönlichkeit eroberte das Herz seiner Schöpfung.  

Und Jesus Christus eroberte für Gott das, was wir Menschen aus eigener Kraft nicht vollbringen konnten: das Herz Gottes zu erobern. Der Schöpfer, erobert von seiner Schöpfung! Nicht durch Macht, sondern durch die Liebe eines Herzens, das ein einziges Wort ausspricht: „Vater“. Darauf antwortet Gott mit einem „Mein Sohn“.

Die christlich-jesuanische Revolution wurde unaufhaltsam. Die Spötter wurden verspottet. Die Götter stürzten von ihren Sockeln. Der Mensch erweckte die Liebe Gottes durch die Liebe seines Sohnes zum Menschen wieder zum Leben. Was für ein großer Abgrund zwischen dem, der starb, und dem, der auferstand, nicht wahr, Saulus?

22

„…zu denen auch wir alle einst gehörten und den Begierden unseres Fleisches folgten, dessen Willen und Gedanken wir erfüllten, da wir von Natur aus wie die anderen Kinder des Zorns waren“

 

In der Tat war es notwendig, dass die gesamte Schöpfung ein für alle Mal und für alle Ewigkeit den Grund erfahren sollte, aus dem Gott als Person die Erkenntnis von Gut und Böse als Gräuel betrachtet.

Verhaftet in der Anbetung der Macht könnte man zu der Annahme gelangen, dass der göttliche Zorn seinen Ursprung in jener vorübergehenden, vergänglichen Laune hat, durch die Er heute verabscheut, was Ihm morgen gefallen könnte.

Die Notwendigkeit war eine Verpflichtung. Da Gott durch die Worte des Vaters die Hände eines Teils seiner Kinder nicht vom verbotenen Baum abhalten konnte, wurde, sobald die Tat des Sündenfalls und des Verrats vollbracht war, die Notwendigkeit, den Grund, aus dem Gott die Erkenntnis von Gut und Böse als Gräuel betrachtet, seinem gesamten Haus zu offenbaren, absolut. So zeichnete, wenn auch mit einem durch die Taten zerrissenen Herzen, die Notwendigkeit, dass sein gesamtes Haus sein Gräuel als das eigene erleben müsse, die Linie der Zukunft unserer Welt und aller Welten für alle Ewigkeit. Das Ende jeder Welt, die auf dem Gesetz der Erkenntnis von Gut und Böse gründet, ist die Zerstörung. Eine Auswirkung, die das gesamte Haus Gottes in der Apokalypse unserer Welt hautnah miterleben würde.

23

„… aber Gott, der reich an Barmherzigkeit ist, hat uns durch die große Liebe, mit der er uns geliebt hat“

 

Doch da Er alle Seine Kinder nach dem Ebenbild und Gleichnis Seines Sohnes gezeugt hatte, wusste Er als Vater, der Seine Kinder in vollkommener Weise kennt, dass sie Ihn selbst auf den Knien um Barmherzigkeit für unsere Welt anflehen würden. Sie würden die Vollendung dieser göttlichen Wahrheit nicht sehen müssen, um sie zu leben und für alle Ewigkeit als ihre eigene zu besitzen.

24

„Und als wir noch tot waren wegen unserer Sünden, hat er uns durch Christus das Leben geschenkt – aus Gnade sind wir gerettet worden –“

 

Heute ist es der Mensch, der diese göttliche Wahrheit verkünden muss, wodurch sie uns umso mehr zur eigenen wird, denn da wir die Sache Gottes am eigenen Leib gelebt haben, werden wir sie in unserem Wesen für alle Ewigkeit tragen.

So erheben sich jene, die Barmherzigkeit für den Menschen erfleht haben, und jene, die sie vereint in ein und demselben Leib und Haus erlangt haben, für alle Ewigkeit als die unzerstörbare und undurchdringliche Mauer, an der ein erneutes Aufkeimen des bösen Samens zerschellen wird.

Und dies ist die Neue Schöpfung Gottes, das wunderbare Werk, Ursprung und Grund der Anbetung der Heiligen: „Nur Du, Herr und Allerheiligster Jesus Christus, bist des Throns der Herrlichkeit würdig“

25

„… und hat sie auferweckt und sie in Christus Jesus in den Himmeln gesetzt“,

 

An dessen Seite setzte Gott seine Brüder, aus dem Himmel und von der Erde, zum Frieden und zum Heil der Schöpfung seines Vaters in alle Ewigkeit.

26

„… um in den kommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade durch seine Güte ihnen gegenüber in Christus Jesus zu offenbaren.“

 

Erhöht zur Rechten des Sohnes, so wie der Sohn zur Rechten des Vaters sitzt, sind sie Miterben seiner Herrlichkeit, in denen Gott, der Schöpfer, den Frieden und das Heil seiner Schöpfung verwahrt. Sie sind die Kinder seiner Liebe für alle Völker des Baumes der Nationen, geschaffen um sein Paradies mit der vollkommenen Glückseligkeit dessen zu erfüllen, der in der Liebe seines Schöpfers sein Leben und seine Freude hat.

Nichts davon kommt vom Menschen, sondern von Gott und seinem Sohn.

27

„… So seid ihr also aus Gnade durch den Glauben gerettet worden, und das kommt nicht von euch selbst, sondern ist ein Geschenk Gottes.“

 

Dieser Gott, der niemals seine Schöpfung zerstören wollte und alle allwissenden Maßnahmen ergriffen hat, die er in grenzenloser Weisheit für notwendig erachtet hat, damit sich im Laufe der Ewigkeit niemals wieder der Sturz seines Reiches in den Abgrund der Erkenntnis von Gut und Böse wiederholt, dessen Frucht, der Krieg, in seinen Augen ein Gräuel ist.

Umso wunderbarer ist seine neue Schöpfung im Menschen, denn so wie Adam am Anfang mit der Krone über die Menschheit gekrönt wurde, so wurde der Mensch am Ende in Christus zur Rechten des Sohnes erhoben, zum Miterben seiner Herrlichkeit, um gemeinsam mit den Kindern Gottes des Himmels das Reich Gottes in seiner Fülle zu regieren. Und dies in Wahrheit:

28

„… nicht aus den Werken, damit sich niemand rühme“

 

Was soll man dazu sagen! Wie könnte man überhaupt glauben, der Mensch hätte sich aus eigener Kraft zu solcher Herrlichkeit erheben können!

Noch dürfen wir es wagen, zu glauben, was der Anwalt des Teufels gesagt hat, dass Gott den Sündenfall als Mittel zur Erreichung dieses Ziels herbeigeführt habe. „Weder passiv noch aktiv, weder in der Potenz noch in der Tat“.

Oder zu behaupten, dass der Mensch, sobald er durch den Sohn Gottes von der Verdammnis erlöst ist, in den Zustand vor dem Christentum zurückkehrt, der in jeder Hinsicht dem Judentum gleicht, in dem der Sohn weder existierte noch einen Anteil zwischen Mensch und Gott hatte.

Oder zu behaupten, wie der andere Diener des Teufels, der die Werke des Glaubens außer Kraft gesetzt hat, ohne die das Christentum nicht hätte entstehen können, dass die Gerechtigkeit der Erlösung allein durch die Vernunft vermittelt wird, ohne die Werke des Glaubens.

Die Liebe leugnet die Macht nicht. Die Liebe vervollkommnet den Glauben an die Macht Gottes, die sich in seiner Schöpfung entfaltet, um die Liebe der Schöpfung zu ihrem Schöpfer im Schoß der Anbetung der Heiligen aufrechtzuerhalten. Darum sagt der heilige Paulus:

29

„… dass wir sein Werk sind, geschaffen in Christus Jesus, um gute Werke zu tun, die Gott zuvor vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“

 

Wer also keine „guten Werke“ in Christus Jesus vollbringt, ist kein Christ, denn der Glaube wird nicht allein durch das Wort vermittelt, sondern durch das Wort und die Werke, die aus dem Glauben hervorgehen, wie der Sohn Gottes selbst sagte: „Wenn ihr keine Werke säht, würdet ihr nicht glauben.“

Somit kommt die Erlösung der Menschen aus den Werken, die in Christus Jesus vollbracht werden und deren Wesen in seinem Evangelium beschrieben ist. Und wer glaubt, hat durch die Werke in Christus Jesus derer geglaubt, die ihm vorausgegangen sind, wobei die Werke und das Wort die beiden Seiten desselben göttlichen Antlitzes sind, nämlich Jesus Christus.

V

Es ist schwer zu verstehen, aus welchen Gründen das göttliche Wesen auf die Umstände reagiert, die durch die Handlungen seiner eigenen Geschöpfe geschaffen werden. Kein Schöpfer muss sich wegen Kritik für sein Werk verantworten. Jeder Schöpfer hat die Macht und die Freiheit, sein Werk sowohl zu zerstören als auch zu erhalten. Und sofern er nicht beauftragt wurde, dieses Werk zu schaffen, kann ihm nichts und niemand Rechenschaft über die Zukunft seines Werks abverlangen.

Es liegt auf der Hand: Wenn eine Arbeit im Rahmen eines Vertrags ausgeführt wird, ist dieser Vertrag bindend, und für die Zukunft des fertigen Werks ist allein der Auftraggeber verantwortlich. Ich glaube nicht, dass es in diesem Bereich notwendig ist, sich in Rhetorik zu verlieren.

Im Falle des Schöpfers der Menschheit und allen Lebens, das im Universum existiert, hat die Schöpfung ihren Ursprung in einem freien, persönlichen Willen. Gott vollbringt sein Werk aus eigenem Willen und in voller Freiheit. Er muss sich vor niemandem für sein Werk verantworten, und die Zukunft seiner Schöpfung bleibt in seinen Händen. Gott hat keinen anderen Herrn als sich selbst.

Es ist daher überraschend, dass Gott Rechenschaft über sein Handeln angesichts der Umstände ablegt, die von den Geschöpfen seiner Schöpfung geschaffen wurden.

Wenn Gott keine Leidenschaften hat, wie es die anglikanische Kirche in ihrem ersten dogmatischen Kapitel bekennt, erscheint uns dieses göttliche Handeln, Rechenschaft abzulegen und sich an den zeitlichen Umständen zu beteiligen, die ihren Ursprung in seiner Schöpfung haben, als absurd.

Von einem genialen Künstler – also einem, der aus dem Geist heraus schafft – den Grund dafür zu verlangen, warum sein Werk diese und keine andere Form hat, bedeutet, in die absoluteste Dummheit zu verfallen. Uns obliegt es also zu verstehen, warum Gott uns Erklärungen für sein Handeln geben muss.

Die Geschichte der Religionen entfaltet sich auf dem Gebiet der Macht. Die Existenz Gottes wird als gegeben vorausgesetzt, und die Beziehung zwischen Mensch und Gott wird aus der Perspektive der Macht hergestellt. Angesichts einer Person – in diesem Fall einer göttlichen, deren Macht unendlich ist – bleibt einem nichts anderes übrig, als sich in einer Haltung völliger Wehrlosigkeit zu Boden zu werfen. Von der Macht werden keine Gründe verlangt. Es wird keine Beziehung ausgehend vom Sein hergestellt. Wer unendliche Macht besitzt, ist niemandem Rechenschaft über seine Handlungen schuldig.

Man beobachtet in den nichtchristlichen Religionen und in den nichtkatholischen Kirchen dasselbe Schema. Die Beziehung des Menschen zu Gott wird aus der Perspektive der Macht hergestellt, nicht aus der des Seins; das heißt, die Beziehung zwischen absoluten Königen und ihren Untertanen wird auf das Unendliche projiziert. Die Macht hält Leben und Tod in ihren Händen und ist vor niemandem Rechenschaft schuldig für ihre Gründe, ein Urteil zu fällen.

Während im Falle der Menschen die Macht herausgefordert und gestürzt werden kann, ist diese Möglichkeit im Falle Gottes ausgeschlossen.

Sowohl das Judentum als auch der Islam verbleiben in diesem Beziehungsbereich, in dem das Sein keine Rolle spielt; in beiden religiösen Systemen ist die Macht die Grundlage der Anbetung und der Unterwerfung des Menschen unter Gott.

Die christlich-johanneische Revolution, die der Sohn Gottes auf der Erde in Gang setzt und die seine Apostel und Jünger auf die Völker ausweiten, durchbricht dieses alte Schema und stellt die Vaterschaft in den Mittelpunkt der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Der Schöpfer erklärt sich zum Vater seiner Schöpfung. Gott ist der Vater des Menschen.

„Aus Liebe des Vaters zum Sohn“ steht Gott vor seiner Schöpfung für sein Handeln ein.

Die göttliche Tatsache, Vater zu sein, verwandelt die Beziehung zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung derart, dass das, was unmöglich war – eine echte Beziehung zwischen Schöpfer und Schöpfung in der Ordnung der Macht –, in der Ordnung des Seins lebendig wird. „Gott ist Vater, Gott ist Liebe“.

30

„Darum denkt daran, dass ihr einst Heiden nach dem Fleisch wart, die von den sogenannten Beschnittenen, deren Beschneidung am Fleisch vorgenommen wird, als Unbeschnittene bezeichnet wurdet“

Aus dem tierischen Zustand gerissen, in den unsere Väter geworfen worden waren, und als solche vernünftigen Tiere in eine Beziehung zur Göttlichkeit aus der Macht heraus gestellt, hat die christlich-jesuanischen Revolution – da die Erlösung ein für alle Mal vollbracht war – hat uns die Tür zum Herzen des Schöpfers geöffnet, in dem Gott seiner Schöpfung als Vater antwortet, der seine Kinder liebt und ihnen Rechenschaft ablegt über die Gründe seiner Antwort auf die Umstände, die sein Haus durchlebt.

Außerhalb dieser Beziehung der Vaterschaft wird es absurd, den Grund dafür zu verstehen, warum Gott in die Angelegenheiten seiner Kinder eingreift. Aus Liebe zu seiner Schöpfung ist das, was unmöglich war, dank Christus, der in uns lebt, Wirklichkeit geworden. Ohne ihn:

31

„waren wir damals ohne Christus ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels, fremd den Bündnissen der Verheißung, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt“

 

Dies zeigt sich, wenn man die Verhältnisse der Welt vor Christus betrachtet, und erneut in der heutigen Welt, die sich wieder von Gott entfernt hat.

Wenn vor Christus weder Juden noch Heiden Gott und seine Gründe für die Aufrechterhaltung der Distanz zwischen Schöpfer und Schöpfung verstehen konnten, kehrt man, sobald man sich erneut von Christus entfernt hat, zur Ordnung der Macht zurück, wenn auch diesmal in einer neuen Form des Verständnisses, die auf der Leugnung der Existenz Gottes beruht, abgeleitet aus unserer politischen Vorstellung von Macht. Wenn Gott Liebe ist und Gott allmächtig ist, warum hält er sich dann von der Tragödie des Menschen fern?

Das heißt, die Unfähigkeit, Gott zu verstehen, stürzt den Menschen in den tierischen Zustand zurück, aus dem er von Christus befreit wurde. „Da wir nicht verstehen können, leugnen wir.“

Und doch wissen wir alle, dass die Gründe eines Vaters weit außerhalb des Verständnisses seines Sohnes liegen, der sich noch mitten im Wachstumsprozess befindet. Wenn dies zwischen Vater und Sohn der menschlichen Gattung geschieht, wie können wir dann Gott verstehen wollen, nur weil wir seine Kinder sind? Aus deshalb wurde der Glaube zum Dogma, damit das Unverständnis aufgrund der Distanz zwischen Schöpfer und Schöpfung die Umarmung Gottes als Vater seiner Kinder nicht zerstört. 

33

„Nun aber sind wir, die wir einst fern waren, durch Christus Jesus durch das Blut Christi Gott nahegebracht worden“

 

 Wir alle, ohne Ausnahme, als Kinder desselben göttlichen Schöpfers, befinden uns alle in dem selben Zustand der Kindschaft, durch den die Liebe das aufrechterhält, was der natürliche Verstand nicht begreifen kann.

Das Verständnis der Vernunft Gottes ist ein übernatürlicher Akt. Er kann nur im Schoß der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung vollzogen werden. Denn gäbe es keine Liebe, gäbe es sicherlich auch keine Leidenschaft, und die anglikanische Dogmatik hätte göttlichen Wert.

Die Leugnung der Leidenschaft in Gott ist jedoch die Leugnung des „Gott ist Liebe“ Christi, und als solches offenbart sich „Gott ist Liebe“ offenbart sich übernatürlich in seinem Sohn, um durch den Glauben das zu verwirklichen, was sich durch den natürlichen Verstand als unmöglich erwiesen hat, nämlich die Weisheit Gottes zu erlangen, und es hat sich erneut als unmöglich erwiesen, auch wenn zwischen dem modernen Menschen und dem Menschen der Antike ein Abgrund auf dem Gebiet der „wissenschaftlichen Erkenntnis“ besteht.

In dem einen wie in dem anderen Fall führte die Abwesenheit Christi im Menschen zum Atheismus. Dieser kann verschiedene Formen annehmen, behält aber denselben Kern bei: die Unmöglichkeit, in die göttliche Vernunft einzudringen, ohne durch das Tor zu treten, das Gott selbst errichtet hat: „Jesus Christus“.

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„Denn er ist unser Friede, der aus den beiden Völkern eines gemacht hat und die trennende Wand, die Feindschaft, niedergerissen hat“

 

Wir wurden als Menschheit geschaffen, ohne Unterschied zwischen den Menschen, alle ein und derselbe Leib, „der Mensch“, mit einem einzigen universellen Haupt, Jesus Christus, König und Herr der gesamten Schöpfung Gottes, seines Vaters. Die Spaltung aufgrund des Blutes aufrechterhalten zu wollen, bedeutet, Gott zu leugnen, der uns durch die Erlösung, indem er uns alle mit dem Blut seines Sohnes erkauft hat, zu einem einzigen Blut, einem einzigen Leib, einem einzigen Wesen gemacht hat, erhoben zur christlichen Übernatur in der Ordnung der Liebe. Dies ist der Wille Gottes am Anfang, als er sprach: „Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und nach unserer Ähnlichkeit erschaffen“, das heißt als Kind Gottes. Jesus Christus kam, um durch seine Liebe die Schöpfung seines Vaters wiederherzustellen, und zwar auf folgende Weise:

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„Indem er in seinem Fleisch das Gesetz der Gebote, das in Verordnungen formuliert war, aufhob, um aus den beiden in sich selbst einen einzigen neuen Menschen zu schaffen und den Frieden zu stiften“

 

Über diese Aufhebung kennen wir bereits ihre Bedeutung. Nicht, dass die in Verordnungen formulierten Gebote außer Kraft gesetzt worden wären, sondern dass, erhoben auf den Stand Christi, das Urteil gegen den Ungehorsam, das zum Tode führte, keine Gültigkeit mehr hatte, damit das, was durch Macht nicht erreicht werden konnte, durch Liebe zum Leben werde.

Denn wenn durch das Gesetz der Gebote unter dem Dekret der Schrecken vor der Strafe die Kraft war, die den Gehorsam nährte, und durch die Ablehnung des Lebens in ständigem Schrecken die Ablehnung des Gehorsams entstand, so wurde durch die Liebe zu Gott, die in ihm geweckt wurde, damit wir seine Kinder seien, unser Vater, der im Himmel, wurde das Gesetz des Schreckens durch das Gesetz der LIEBE abgelöst, sodass das, was dem Menschen unmöglich war: „Gehorsam aus Furcht vor der Strafe“, durch die Liebe der Kinder zum göttlichen Vater frei entsteht, ohne einer Prüfung unterworfen zu sein. Und in der Begegnung mit der universellen göttlichen Vaterschaft:

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„Jesus Christus versöhnt uns alle durch das Kreuz in einem einzigen Leib mit Gott und tötet damit in sich selbst die Feindschaft.“

 

„Die Menschheit“. Wir alle sind Teil dieses universellen Leibes, dieses Baumes des Lebens der Völker, der durch Umstände, die weder von Gott vorherbestimmt noch von ihm gewünscht waren, einer feindlichen Umgebung ausgesetzt ist, die vom Tod entfesselt wurde, um unsere Vernichtung herbeizuführen.

Die Geschichte von Kain und Abel ist die Geschichte der Menschheit. Seit sechstausend Jahren befinden wir uns in einem weltweiten Brudermordkrieg. Es ist an der Zeit, die Feindschaft zu begraben und zur Freundschaft mit denen wiedergeboren zu werden, die unsere Brüder sind. Erstens von Natur aus, da unsere Mutter die Erde ist, und zweitens, weil wir alle denselben Gott zum Vater haben, der sie erschaffen hat. Aus diesem Grund wurde der Sohn Gottes Mensch:

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„Und als er kam, verkündete er uns den Frieden für die Fernen und den Frieden für die Nahen“

 

In den Augen des Schöpfers aller Menschen gibt es keinen Unterschied zwischen den einzelnen Familien. Gibt es zwischen einem Zweig und einem anderen desselben Baumes irgendeinen Unterschied, was die Natur des Blutes betrifft, das den ganzen Baum nährt? Der Baum der Menschheit hat ein einziges Blut, das Blut Christi, durch das wir alle zu Kindern Gottes werden. Und dank dieses Blutes:

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„durch Ihn haben die einen und die anderen die Kraft, uns im selben Geist dem Vater zu nähern“

 

Dank Jesus Christus haben wir alle Anteil am Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit: „Drei Personen und ein einziger wahrer Gott“. Da wir also viele sind und alle denselben Geist haben, können wir durch die Liebe verstehen, was uns mit dem Verstand unmöglich ist: die vollkommene, ewige und unendliche Einheit der göttlichen Personen in einem einzigen Wesen: „Gott“.

Da wir also alle Teile desselben Wesens sind, „des Wesens des Menschen“, in dem der Geist Christi wohnt, haben wir an allem Anteil an Gott, unserem Vater.  

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„Darum sind wir nicht mehr Fremde und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“

 

Wenn wir alle Kinder Gottes sind, alle Brüder, und wenn wir Brüder sind, dann ist das Gesetz, das in unserem Blut wirkt, das Gesetz der Liebe, nicht das des Schreckens oder der Feindschaft, nicht das des Stolzes oder der Eitelkeit. Der gleiche Vater aller nährt alle mit seiner Liebe; so dass sich niemand vor Gott wegen seines Blutes rühmen kann. Da es das Blut Christi ist, das uns zum ewigen Leben gebiert, haben wir alle Anteil an denselben Grundlagen:

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„Erbaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst der Eckstein ist “

 

Daraus wird deutlich, dass das Christentum nicht mit dem biblischen Israel bricht; es ist dessen Vollendung, der Horizont, auf den die Propheten von Adam bis Christus hingestrebt haben.

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„In ihm wächst das ganze Gebäude fest zusammen und wird zum heiligen Tempel im Herrn“

 

Der Erste Tempel wurde erbaut, um bis zur Ankunft des Erlösers zu bestehen. Und aufgrund dieser Erwartung war der Tempel ein unüberwindbares Tor für alle Familien der Menschheit. Doch Gott schuf alle Familien der Erde. Und da alle Völker aus der Gegenwart ihres Schöpfers verbannt worden waren, sollte durch die Erlösung dieses Exil beendet werden.

Aus Unwissenheit erhoben sich die Priester des Alten Tempels gegen die Öffnung seines Inneren für alle Menschen, wurde die Notwendigkeit seiner Zerstörung und des Baus eines neuen Tempels, der der Gesamtheit der Völker offensteht, von den Propheten selbst aufgezeigt, die, obwohl sie aus dem Hause Israel stammten, sahen, wie diese Unwissenheit sich erhob, um der Weisheit des Gottes des Mose den Weg zu versperren.

So war der neue Tempel, die Kirche, erbaut auf der Auferstehung Jesu Christi:

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„in dem auch wir zu einer Wohnstätte Gottes im Geist erbaut werden“.